mo.jpgdas slowakische Findelkind. Als ich Ostern 2006 mit meinen Töchtern in die Slowakei kam, saß plötzlich dieses Fellbündel auf der Straße. Nun - ich sprach es freundlich an….ach was bist du denn für ein Süßer???…es kam ein Schwanzgewirbel und die Frage zurück: ….meinst du wirklich mich?….warum bist du zu MIR so freundlich???? Als ich ihm antwortete…nun, warum denn nicht? Sprang er mir in die Arme und sagte….MAMA! O.K. das wars…..in dem Moment wurde er adoptiert. Seine Übersiedelung nach Deutschland war nicht so einfach: Gründonnerstag übers Internet einen Tierarzt in Zvolen gefunden. Hingefahren (mit Kleinhund- der noch keine Leine gewohnt war) Praxis zu! Klingel-Klingel- fluchen-weiter klingeln….irgendwann tauchte tatsächlich der Tierarzt auf, sehr freundlich - aber leider sprach er weder deutsch noch englisch. Gut. Wir drei Mädels haben uns  innerhalb kürzester Zeit die Gebärdensprache angeeignet und dem netten Slowaken klargemacht: der Hund muss gechipt und geimpft werden. Ohne Euro-Tierpass hätte ich mich nicht getraut zwei Genzen zu überqueren mit  diesem Fellbündel im  Gepäck.  So weit so gut - nur dieser Tierarzt chipt nicht. Er wiederum hat uns - auch mit Gebärdensprache klargemacht, dass es eine Kollegin gibt ( er telefonierte sie kurz an) die diesen Eingriff vornimmt. Über - wiederum Hand-und-Fuss-Reden und Bildchen aufmalen erklärte er uns den weg zu seiner Kollegin…….nochmal Slowakisch ist mmmmhhhh….eben Slowakisch - für mich unverständlich, für die Mädels ebenfalls. Was sich hier so einfach liest war ein Erlebnis der besonderen Art. Nach drei mal verfahren sind wir dann in der anderen Praxis gelandet - die Ärztin sprach zum Glück englisch, was den ganzen Vorgang dann doch etwas vereinfacht hat.

Ich habe ihr erklärt: der Hund muss gechippt, entwurmt, geimpft und entfloht werden. Letzteres rein prophylaktisch - aber Sicher ist Sicher. Gesagt getan. Die Prozedur erspare ich jetzt lieber. Tja…dann ging es um  die Eintragungen in den Pass, ihre Frage: Wie heisst der Hund? konnte ich erst mal nicht beantworten - die Mädels schon. Lilly und July wechseln kurz einen Blick - grinsen von einer Backe zur nächsten und behaupten Stereo: MOSES. Ich habe in der Praxis einen Schrei losgelasen, gefragt - ob sie was an der Erbse hätten…..? Antwort: Nö - warum? Ich hab denen dann gesagt - könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wie das ist  wenn ich ständig im Feld rumrenne und MOSES schreie???? Die Leute müssen mich doch für bekloppt halten. Leider hat sie das gar nicht groß berührt - nein, der Tierärztin gesagt: jaja…der Hund heist MOSES ! Gut - so kam das denn dann. Und da ich nicht möchte, dass die Leute mich für bekloppt halten nannte ich ihn Mo…

Er versteht seienen Namen SEHR GUT. Er hört NICHT. Also renne ich täglich dreimal im Feld rum und schreie….MO….MO. Aber zumindest  habe ich so  das Gefühl dass die Leute glauben ich rufe meinen Hund…. (grins)

Tja…. der Tag der Abreise kam - wir drei Mädels mit Tommy und Mo im Handgepäck sind die Heimfahrt angetreten. Hat auch alles super gut geklappt……bis, ja irgendwo bei Nürnberg wir Hunger und verlangen nach….naja ihr wisst schon was einen nach langen Fahrten überkommt…..hatten. Raststätte angefahren! Abgesprochen! July bleibt bei den Hunden im Auto - Lilly und ich dürfen als erste und bringen was zum Essen und Trinken mit. Dann wird gewechselt und July darf. Was habe ich gesagt????::: July - bleib im Auto mit den Hunden!!! Ja Mama. Was war? Wir kommen zurück - unser Auto von Menschen umlagert…. July steht heulend da…. Mama, das habe ich nicht gewollt. Ich: oh Gott - was ist passiert? Ja…was war passiert??? July mal GANZ KURZ AUS DEM AUTO GESTIEGEN. Schlüssel lag (warum auch immer?) auf dem Beifahrersitz. July raus - Tür zu - Mo springt auf Beifahrersitz - auf den Schlüssel - Verriegelung eingeschaltet - Hunde und Schlüssel im Auto - Menschen draussen! Die Menschentraube um unser Auto waren sehr nette und hilfsbereite Ungarn, die das Problem erkannt, einen Plan entwickelt und auch umgesetzt haben. Das Fahrerfenster war zum Glück ca. 2 cm geöffnet. Rumliegende Äste wurden sofort mit Taschenmessern bearbeitet und dann in mühsamer Aktion durch den Spalt der Schlüssel aus dem Auto geangelt. Mo dachte natürlich: wie schön - die Menschen haben sich für mich ein neues Spiel ausgedacht - und versuchte ständig das Stöckchen zu fangen. Seine Begeisterung hat die Prozedur nicht vereinfacht - aber irgendwann hat es doch gefunzt. Wir konnten endlich wieder ins Auto!!! Der Rest der Heimfahrt erfolgte dann doch problemlos und wir konnten am frühen Abend den Slowaken in sein neues Zuhause bringen.

…..wie es weitergeht und - jetzt bringe ich die nächsten 4 Pfoten ins Spiel….. schreibe ich dann als nächstes………………..

TommyTommyTommy…eigenlich sind es ja 2 x 4. Das wäre Tommy der kleine spanische Strandläufer. Mit 8 Wochen kam Tommy nach Deutschland und wurde hier schwer krank. Ein schlimmer Virus hatte ihn befallen und sein kleines Hundeleben hing am seidenen Faden. Husten, Schnupfen, Fieber….keiner gab ihm mehr so recht eine Chanche. Infusionen hielten in am Leben und irgendwie….hat er es gepackt. Mit 14 Wochen kam dann ein armseliges, hustendes und rotzendes Hundekind in unsere Familie. Struppig und glanzlos das Fell, an den Beinchen und dem Hals kahle abrasierte Stellen - noch von den Infusionen. Das war vor 6,5 Jahren. Wir mussten ihn noch einmal mit Antibiotika behandeln (klopf-auf-Holz) und dann ging es nur noch aufwärts. Krank war er seit dem nicht mehr und hat sich zu einem schönen kräftigem Hund entwickelt

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Nun habe ich auch einen Blog und bin mal gespannt, was ich hier so alles anstelle……

ich werde wohl von mir und von den wichtigen und unwichtigen Dingen in meinem Leben berichten. Zu mir und meinem Leben  gehören…..  mein Mann, die Kinder, das Enkelchen, die Tiere, unser Zuhause, der Garten  …der total verrückte Wendehammer….ich nenn es mal….mein Universum